Sommer Interview: Ronny vom Weltenkonstruktorium


Vor einiger Zeit geisterte die Meldung durch das Internet, dass es einen Tabletop Vergnügungspark geben wird. Das Klang für uns doch sehr interessant. Wir haben uns also den Ronny Roeßler vom „Weltenkonstruktorium“ geschnappt und ihn einige Fragen gestellt.

DKK:
Hallo Ronny, danke das du dir für uns etwas Zeit genommen hast. Kannst du dich bitte mal ganz kurz vorstellen.
Ronny: Na klar Christian. Also ganz Kurz, ich bin Ronny Roeßler, 42 Jahre und war bis zum Start vom „Weltenkonstruktorium“ Soldat bei der Bundeswehr. Ich mach das ganze zusammen mit meinem Bruder Roland. Dieser ist selbständiger Jurist, dementsprechend übernimmt er die ganze vertragliche Komponente.

DKK: Wie bist du denn eigentlich so zum Hobby gekommen?
Ronny: Das ist nun schon rund 10 Jahre her. Damals habe ich zum Geburtstag ein Warhammer Fantasy Grundspiel erhalten, das war das mit den Orks und dem Imperium. Danach folgte der übliche Werdegang, von Spielen über Sammeln bis hin zu einem Club. Da mein Bruder sich von Anfang an mehr für das Historische Interessierte, hat es mich auch immer mehr in diese Richtung gezogen.



DKK: Wo siehst du denn jetzt deinen Hobbyschwerpunkt?
Ronny: Bei mir ist das so das typische beim Spieler angefangen, und nun bin ich ein Sammler. Ich Sammle eigentlich alles was mit den Herr der Ringen / Der Hobbit Modellen zu tun hat. Zusätzlich Sammle ich noch Römer.

DKK: Wie bist du auf die Idee mit dem „Weltenkonstruktorium“ gekommen?
Ronny: Da ich eine ganze Menge Freunde und Bekannte habe, war bei mir Zuhause immer etwas los. Natürlich haben sie immer wieder nach den Figuren gefragt, welche bei mir rumstanden. „Wofür die sind, was kann man damit machen?“ Ist ja auch logisch, da sie nichts mit dem Hobby zu tun haben. Da habe ich mir gesagt, da muss man doch was ändern können. Gesagt, getan, also haben wir von 3 Jahren eine UG gegründet. Mittlerweile sind wir eine GmbH. Dies ist auch wichtig, da es sich ja um eine Millionen Investition handelt.



DKK: Was erwartet uns denn zur Eröffnung?
Ronny: Oh da ist eine ganze Menge geplant. Wir werden verschiedene Historische Dioramen haben, welche  alle so um den 1m² groß sind. Das wird zum Beispiel „Luthers Thesenanschlag“ oder „Hainnibals Alpen Querung“ sein. Es wird aber auch 5 verschiedene große Dioramen geben. Da wäre zum Beispiel die „Varus Schlacht“. Das ganze wird 3x9 Meter groß. Wir werden das in einen extra Raum präsentieren, welcher wie ein Wald gestaltet ist. Durch verschiedene Lichtspiele und Töne, soll der „Mittendrin“ Effekt noch erheblich gesteigert werden. Weitere große Dioramen werden „Omaha Beach“  und „Minas Tirith“ werden.  „Minas Tirith“ wird eine Höhe von 4,5m haben, was in 28mm echt gewaltig ist. Neben den Dioramen gibt es auch eine Miniaturen Ausstellung, mit mindestens 50 Vitrinen. Hier werdet ihr Modelle aus aller Welt, und aller bedeutender Hersteller finden. Wir wollen eine möglichst komplette Sammlung haben, hierzu arbeiten wir eng mit den Herstellern zusammen. Natürlich darf ein passender Shop nicht fehlen, wo ihr alle Modelle erwerben könnt. Zusätzlich gibt es einen Indoorbereich, wo man ab 4 Jahre nicht nur spielen, sondern auch basteln und malen kann. Im Außenbereich wird es dann einen Themenspielplatz geben, wo man sich mal so richtig austoben kann. Dieser soll frei zugänglich sein, es wird also keine Eintrittskarte benötigt. Des weiteren werden wir auch einen „Hobby Club“ haben, dieser Bereich ist 500m² groß, und bietet alles was das Tabletop Herz begehrt. Spieleplatten, Regelwerke, Malecke... hier kann man also seinen Urlaub verbringen. Zusätzlich wollen wir auch jedes Wochenende in der Saison etwas
anbieten, seien es Turniere, Workshops, Cosplay, Mittelaltermarkt oder ein Star Wars Wochenende. Ziel ist es dem Touristen und den Hobbyisten etwas zu bieten. Das geht soweit, das wir eine Erlebnis Gastronomie haben möchten, in der es passende Speisen in einer passenden Lokation gibt.


DKK: Das klingt ja wirklich gewaltig, was ihr da vor habt. Gab es bis jetzt schon Schwierigkeiten? Ronny: Bis jetzt war es eigentlich immer positiv. Hier in unserer Gegend finden alle das Projekt richtig gut. Wir erhalten volle Unterstützung von den Behörden, der Stadt, dem Kreis und dem Land. Ein Problem was wir haben ist tatsächlich die Zeit. Da einige Behördenentscheidungen schon extrem lange dauern, kommt es halt auch zu einigen Verschiebungen im Zeitplan. Wir werden dennoch nächste Saison eröffnen, auch wenn dann unter Umständen noch nicht alles fertig ist. Zusätzlich wären wir noch an weiteren Investoren Interessiert.



DKK:  Wie sieht der langfristige Plan mit „Weltenkonstruktorium“ aus?
Ronny: Wir wollen die größte historische Ausstellung erschaffen. So etwas wie das „Miniaturen Wunderland“ in Hamburg für die Eisenbahner ist. Auch wollen wir die Miniaturen Ausstellung ständig auf einen aktuellen Stand halten, um ständig die Neuheiten präsentieren zu können. Bei den meisten Herstellern steht bereits eine Kiste mit unseren Namen darauf, wo sie jedes neues Püppchen hineinpacken. Diese kommen dann in regelmäßigen Abständen zu uns. Wir wollen auch auf lange Sicht versuchen, das wir alle deutschen Meisterschaften in unserem Event Bereich stattfinden lassen. Denn wir haben Spiele Platten auf höchsten Niveau, genügend Platz und die passende Infrastruktur, inklusive Übernachtungsmöglichkeiten.



DKK: Das sind ja gewaltige Pläne. Mit wie vielen  Besuchern rechnet ihr denn so?
Ronny: Trotz des Focus auf Tabletop, bleibt unsere Hauptzielgruppe der Tourist. Wir persönlich rechnen mit 80.000 Besucher im Jahr. Es gibt allerdings auch andere Meinungen. Die FH Stralsund kommt in ihrer Prognose auf 150.000 Besucher pro Jahr. Das Land hingegen sieht uns auf einer Höhe wie das Ozeaneum und rechnet mit 200.000 Besuchern.

DKK: Wow, das sind ja gewaltige Zahlen. Zum Abschluss möchte ich dir noch eine gänzlich andere Frage stellen. Wo siehst du unser Hobby in 5 Jahren?
Ronny: Ich denke das wir trotz der starken Konkurrenz im Bereich der Digitalen Spielen weiter wachsen werden. Denn es ist etwas anderes, ob ich mit jemanden einen spannenden Abend bei einem Spiel verbringe, wo Menschen zuschauen können, ihre Kommentare dazu geben werden, eine Gruppe ein Ziel verfolgt, als bei Games wo in schneller Folge kurze knappe Gefechte gespielt werden, an die sich niemand erinnern wird. Tabletop hat eine eigene Dynamik, welchen einem nach Jahren noch an eine Schlacht erinnern lässt. Es ist eine Art Lagerfeuer Stimmung, an die man sich lange und gerne zurück erinnert.

DKK: Ich danke dir für diese kleine Vorschau auf euer gewaltiges Unterfangen. Euch viel Erfolg, und ich denke wir sehen uns dann zur Eröffnung des „Weltenkonstruktoriums“ auf Rügen.


Link: http://www.weltenkonstruktorium.de/
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1 Kommentare:

  1. Das klingt wahnsinnig interessant und ich wünsche den beiden wirklich alles Gute! Sowas fehlt bisher in Deutschland. Sollte ich mal in der Ecke sein werde ich sicher mal vorbeischauen.

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